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Diese Lackieranleitung können Sie zum Ausdrucken herunterladen: PDF.JPG

Lackieren

Dies ist eine individuelle, nach unseren Erfahrungen zusammengestellte Anleitung zum Versiegeln von Fußböden.

 

Verbrauchsberechnung

Grundsätzlich soll man insgesamt ca. 300 g Lack je m² aufbringen, was bedeutet, dass man drei Lackdurchgänge ausführen muss, da aus physikalischen Gründen im Schnitt nicht mehr als 100 - 120 g je m² Auftragsschicht möglich sind ( ca. 0,1 Liter je m² je Auftrag).

Berechnungsformel für den Gesamtverbrauch: Grundfläche x 3 : 10 = Lackmenge
Beispiel: 30 qm x 3 Lackierdurchgänge = 90 m² : 10 = 9 Liter Lackmenge

Beim ersten Auftrag Lack oder Grund werden wegen der Saugfähigkeit des rohen Holzes ca. 120 g / m² verbraucht, für jeden weiteren Auftrag ist ein Verbrauch von ca. 90 g / m² anzusetzen. Das bedeutet, dass man bei der Berechnung der Gesamtmenge, falls grundiert werden soll, darauf achten muss, für die erste Schicht den erhöhten Mengenbedarf zu berücksichtigen.

Beispiel:
- eine Schicht Grundierung für 30 qm = 30 x 0,12 Liter = 3,6 Liter, dazu
- zwei Lackschichten für 30 qm = 30 x 0,09 Liter = 2,7 Liter x 2 Schichten = 5,4 Liter
   Das ergibt einen Gesamtverbrauch von 9 Liter

 

Grundieren - ja oder nein?

Die Weiterentwicklung der Lacktechnologie macht in den meisten Fällen eine vorherige Grundierung unnötig. Es gibt aber durchaus Argumente, eine Grundierung durchzuführen, wie z.B.:

  • eine gewünschte Intensivierung der Holzfarbe (anfeuernd)
  • einen möglichst hell erhaltenen Holzton (wenig anfeuernd)
  • bei Parkettböden auf Fußbodenheizung bei Gefahr der Seitenverleimung (z.B. Hirnholz oder Dielenböden, oft auch Rotbuche)

Seitenverleimung:
Versiegelungslacke können zwischen die einzelnen Parkettstäbe dringen und diese miteinander verkleben. Wenn das Holz nun wegen der Änderung der Luftfeuchte schwindet (z.B. trockene Luft im Winter, Heizungsluft, etc.), dann werden die Parketthölzer daran gehindert, gleichmäßig zu schwinden, da sie miteinander verklebt sind.
       Somit summiert sich das Schwindmaß ggf. auf größere Bereiche und die schwächste Fuge geht dafür dann umso mehr auseinander. Bei dieser Problematik spricht man von Seitenverleimung.


Schichtaufbau

Normale bis erhöhte Beanspruchung (Wohnbereich): 1 x Grund und 2 x Lack     oder    3 x Lack

Starke bis extreme Beanspruchung (Gewerbebereich): 1 x Grund und 3 x Lack     oder    4 x Lack


Vorbereitung

Boden vorher gründlich absaugen (nicht feucht wischen!)

Fenster schließen. Der Lack stinkt nicht, würde aber ggf. zu schnell trocknen und somit nicht richtig verlaufen, so dass eine Oberfläche ähnlich einer Orangenhaut entstehen würde.

320.jpg        Lackiereimer.jpg        Lackrolle.jpg       Pinsel.jpg     Teleskopstange.JPG

                          Lack oder Grund               Lackiereimer           Lackwalze mit Bügel           Pinsel                      Teleskopstange


Erste Lackschicht oder Grundierung aufbringen


Grundsätzlich zügig und ohne Arbeitspausen lackieren.

1  -  Randbereich des halben Zimmers lackieren (mit Pinsel oder kleiner Lackrolle)
        Wenn man alle Ränder gleich vorstreichen würde besteht die Gefahr, dass der Rand schon trocken ist bevor die Fläche ganz lackiert wurde
        und somit kann der Lack dort nicht mehr ineinander verlaufen und es sind Ansätze sichtbar.

2  -  Anschließend die ca. halbe Zimmerfläche lackieren

3  -  Anschließend die restliche Randfläche vorstreichen

4  -  Anschließend die restliche Zimmerfläche lackieren

1                                   2                                   3                                   4

Rand 1.jpg     Lackieren.jpg     Rand 2.JPG     Lackieren2.jpg     

 

Zweite Lackschicht aufbringen


Nach Abtrockung (je nach Raumklima ca. 0,5 - 1,5 Stunden) kann nun die zweite Schicht aufgebracht werden.

 

Zwischenschliff ausführen


Nach Abtrocknung der zweiten Lackschicht (je nach Raumklima jetzt ca. 1,0 - 2,0 Stunden) kann nun der Zwischenschliff erfolgen. Ein Zwischenschliff bereits nach dem ersten Durchgang ist grundsätzlich zu unterlassen!

Durch den aufgesogenen Lack quillt das Holz auf und die nun hochstehenden Holzfasern werden durch den Zwischenschliff geglättet. Da hierbei die Oberfläche nur leicht angeschliffen werden soll, kommt natürlich der Bandschleifer hierfür nicht zum Zuge.


BOSCH Schwingschleifer GROSS.jpg
Für kleinere Flächen bis ca. 30 qm genügt durchaus ein Schwingschleifer, auf dem ein Schleifgitter (z.B. Korn 120) aufgespannt ist.

 

 

Für größere Flächen empfiehlt sich der Einsatz eines Tellerschleifers, ebenfalls mit einem Schleifgitter bestückt. Die Ränder werden dabei einfach von Hand kurz angeschliffen.

   Columbus.jpg     Tellerschleifer.jpg 

 

Danach wird der Boden gründlich abgesaugt und anschließende kann man die

Dritte Lackschicht aufbringen - Fertig!

 

Nach ca. 3 - 4 Stunden kann der Boden in der Regel ohne Schuhe begangen werden.

Nach ca. 10 - 12 Stunden kann man die Fläche auch mit Schuhen betreten.

Nach ca. 24 Stunden kann der Boden schon leicht belastet werden, z.B. Tisch und Stühle aufstellen (nicht schieben!).

Teppiche sollten grundsätzlich erst nach 7 - 10 Tagen ausgelegt werden.

 

Damit Sie lange Freude an Ihrem Boden haben, muss er natürlich auch richtig gepflegt werden:

Pflegeanleitung.JPG

 


Pfeil OBEN.jpg                   Pfeil RECHTS.jpg

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